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Mit dem Camper freistehen, wildcampen oder Campingplatz!

Du hast also mühsam einen Van ausgebaut bzw. ausbauen lassen oder du hast dich wochenlang mit einem Verkäufer herumgeschlagen und nun steht er da, „the Van“, das Wohnmobil oder sonst irgendein Gerät in dem man irgendwie geartet schlafen und in die weite Welt (und sei es nur 5 km von daheim) rollen kann.

Da ist er nun, der Zeitpunkt an dem man sich zum ersten mal fragt – wo penne ich denn jetzt eigentlich? Dem einen Mobilisten fällt es erst am Abend auf, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist sich Gedanken zu machen, ein anderer hat sich vielleicht schon über alles informiert. Klar, man schläft in seinem eigenen rollenden Bett, aber wo parkt das Bett eigentlich?

Was für Möglichkeiten gibt es

Dann hast du zumindest 4 große Möglichkeiten:

  1. Campingplatz
  2. Wohnmobilstellplatz
  3. Freistehen
  4. Wildcamping

Der Campingplatz

Man darf nie vergessen…Geschmäcker sind verschieden und das ist auch gut so! So auch bei Campingplätzen, aber es wundert uns immer wieder, wie schlecht manchmal deren Ruf ist. Klar gibt es Campingplätze die hunderte Plätze haben und beim drauf fahren schon weiße Riesen-Womos in Reih und Glied nebeneinander stehen.

Aber es gibt eben auch wunderschöne Campingplätze. Klein, fein und mit alternativen Campern (wenn man das denn möchte 😉 Wenn sie dann noch von Einheimischen geführt werden und somit auch dem Land zu gute kommen, ist es doch für alle perfekt!

Ein großer Vorteil von Campingplätzen ist nicht nur die komfortable Möglichkeit zu duschen, Wäsche waschen, Ver- und Entsorgung etc., sondern hier findet man oftmals sehr gute Tipps für Ausflüge in die nähere Umgebung. Manches hätten wir nie gefunden, wenn nicht Einheimische es uns gezeigt hätten.

Einen weiteren häufig leider vergessenen Vorteil bieten Campingplätze zudem. Es ist ultra angenehm nach einem anstrengenden Tages-Trip, einer langen Wanderung oder einem schönen Abend in der Taverne, nicht überlegen zu müssen wo man womöglich in der Dunkelheit nach einem brauchbaren Stellplatz suchen muss.

Hat man seine Lieblingsecke im Camp bezogen (also sein Revier markiert 😉 ) kann man unbeschwert zur Exkursion aufbrechen und irgendwann in der Nacht stressfrei zum Nachtlager zurückkehren. Das hat echt was!

Dazu kommt auch, der Kontakt zu anderen Campern, sofern man das mag!

Campingplatz Korsika Vanlife Camper VW T3
Campingplatz auf Korsika

Häufig wird als Entscheidung gegen einen Campingplatz, folgendes genannt:

Zu hohe Preise, zu viel los, wenig einsam etc.

Wenn ihr nicht gerade in der Hauptsaison unterwegs seid, trifft das oftmals gar nicht zu. Sogar auf Korsika hatten wir für 10 € einen Platz mit WC direkt am beliebtesten Strand der Insel. In der Nebensaison seid ihr auf vielen Campings so gut wie alleine. Man kann zweitweise auch beobachten, dass Stellplätze voller sind, als der klassische Campingplatz in der Nähe. Für ein paar Euro mehr bekommt man dort meist die bessere Lage und mehr Platz sowie Komfort. Wenn du dich mit deinen Möbeln einem Vorzelt und weiterem Camping Kram ausbreiten willst, bist du sowieso nur auf dem Campingplatz gerne gesehen. Ausladendes Campingverhalten hat außerhalb eines Campingplatzes eh nichts bzw. nur wirklich sehr, sehr selten was verloren.

Wir hatten in unserem Leben viele coole Zeiten auf Campingplätzen und schon wirklich viele tolle Plätze, die sich vom Freistehen nur wenig unterschieden.

Der Wohnmobilstellplatz und der Nachtparkplatz

Wohnmobilstellplätze schießen wie Pilze aus dem Boden. In Frankreich haben sie eine lange Tradition und in vielen weiteren Länder gibt es sie auch bereits in hoher Anzahl. Irgendwie müssen die Kommunen, die stetig steigende Flut an Wohnmobil Touristen bewältigen bzw. regulieren.

An sich sind diese Stellplätze auch recht praktisch. Man steht legal, hat häufig Strom und oft gibt es auch eine Möglichkeit zur Ver- und Entsorgung für 5 bis 20 Euro die Nacht, manchmal auch gratis.

Alles was der „Standard Wohnmobilist“ liebt und braucht ist zu finden. WCs gibt es deutlich seltener auf diesen Plätzen, weshalb sich Fahrzeuge ohne Toilette seltener hier her verirren. Die Plätze bieten sich an für ne schnelle Übernachtung ohne großes Campingverhalten.

Teilweise muss man sich halt damit abfinden dass man Wand an Wand mit anderen steht. Für uns persönlich ist das meistens nichts, wir sind aber sehr froh dass es für viele Reisende völlig okay ist.

Denn die Problematik der aktuellen Entwicklung ist, dass es einfach zu viele sind, die gerne frei stehen. Die Fahrzeuge werden immer größer und auffälliger, haben teilweise die Ausmaße eines kurzen Reisebusses. Sie fallen einfach massiv auf, haben alles an Bord und lassen kein Geld in den Kommunen. Dies stört die Menschen zurecht, deren Orte wir alle bereisen.

Freistehen

Als sich plötzlich das Camper-Universum veränderte und „Vanlife“ salonfähig wurde, gefühlt jeder zweite einen Lieferwagen ausbaute und verreisen wollte, war es fast ein „MUSS“ frei zu stehen. Schließlich bekommt man nur so, dass ultimative Gefühl von Freiheit! *Ironie off*.

VW Bulli innen Westfalia Ausbau Campingplatz

Versteht mich nicht falsch, wir stehen auch gerne frei, seit vielen Jahren versuchen wir es rücksichtsvoll zu tun. Leider gibt es auch einige, die nur an ihr eigenes Vergnügen denken und denen der Rest vollkommen egal ist, da wird von Markise bis zur faltbaren Küche aufgebaut was der Camping-Megastore her gibt. Da rottet man sich zusammen, baut große Wagenburgen und ab geht die Party über mehrere Tage an Orten die Einheimische zur Erholung aufsuchen weil es einfach schön dort ist….

Fortsetzung Teil 2 folgt!

Jasmin

Hello ihr Reisenden, Individualisten, Bullifahrer, Camper...ich bin Jasmin und liebe das Leben und die Freiheit. ...am liebsten mit Michi in unserem VW T3 ;) Auf unserem Blog erzählen wir euch von unseren Erlebnissen unterwegs, geben Reisetipps und der VW T3 kommt natürlich auch nicht zu kurz.

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