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Wasser-Aufbereitung – Reisen in Afrika und Europa

Häufig kommt die Frage auf, wie das denn mit der Wasserversorgung bei uns so funktioniert. Hier ein Bericht über unsere Lösungen für die Wasser-Aufbereitung unterwegs im Camper.

Gerade auf Reisen in Länder die nicht mit einer so guten Trinkwasserversorgung gesegnet sind, fängt man zwangsläufig irgendwann an über dieses wichtige Thema zu grübeln. Dabei muss man noch nicht einmal tausende Kilometer weit fahren. Bereits in vielen näher gelegenen Urlaubsländern sprudelt schon nicht mehr grundsätzlich bedenkenlos trinkbares Wasser aus der Leitung.

Vielerorts gibt es Kennzeichungen der Wasserhähne mit z.b. „Acqua non potabile“ in Italien. „Eau non potable“ in französisch sprachigen Ländern oder sie sind ganz einfach mit Symbolen versehen die einem klar machen, dass dieses Wasser nicht als Trinkwasser geeignet ist.

Warum ist Wasseraufbereitung für Overlander so wichtig

Will man in die Ferne reisen, wird das Thema lebenswichtig. Das ist nicht nur so dahin gesagt, denn laut WHO sind 80% aller Erkrankungen auf Reisen, auf verunreinigtes Trinkwasser zurück zu führen.

Wenn man autark sein will und noch dazu in Ländern unterwegs ist, in denen Trinkwasser nicht aus jedem Wasserhahn kommt, dann wird es Zeit sich intensiv mit dem Thema „Wasseraufbereitung“ zu beschäftigen.

Trinkwasser in der EU

Trinkwasser in einer Auswahl an Ländern:

In Frankreich sind über 99% der Bevölkerung mit aus der Leitung trinkbarem Wasser versorgt. Lokal kann es aber zu Belastungen durch Schadstoffe kommen. Veraltete Netzsysteme oder Anreicherung von Düngemitteln im Grundwasser kommen vor, hier gibt es keine Unterschiede zu Deutschland.

In Italien welches auch als Mitglied der EU den europäischen Trinkwasserregelungen unterliegt verhält es sich ähnlich.

Gehen wir etwas weiter südöstlich nach Kroatien. Das Trinkwasser aus dem öffentlichen System hat eine sehr gute Qualität und sollte in der Regel bedenkenlos trinkbar sein. Aber! Und dieses „aber“ steht für alle Länder. Es gibt durchaus Situationen in denen man kritischer sein sollte.

Gerade auf älteren Campingplätzen wird teilweise das Wasser in nicht kontrollierten Bassins zwischengespeichert, ggf. kann es mikrobiologisch kontaminiert sein oder es ist stärker gechlort um der Kontaminationsgefahr entgegenzuwirken. Auch werden teilweise lokale Brunnen zur Wasserversorgung genutzt die nicht streng kontrolliert sind.

Wie überall ist der Zustand der lokalen Leitungssysteme ein entscheidender Punkt. Kontamination durch Leckagen, Rost oder Schwermetalle kommen durchaus vor. Daher sollte man auch in Europa teilweise etwas genauer prüfen welche Wasserqualität man sich in seinen Wassertank im Fahrzeug bunkert. Auch in Europa kann die Nutzung eines Filters angebracht sein.

Außerhalb der EU

Verlässt man nun die EU wie wir bei unseren Reisen beispielsweise nach Afrika, so wird das Thema ungleich wichtiger. Nur noch wenige Länder verfügen hier über ein meist dünnes öffentliches Wassernetz. Teilweise ist dieses schlecht oder nicht kontrolliert, in schlechtem Zustand und häufig hat man überhaupt nicht die Möglichkeit zu erfahren was für eine Wasserqualität aus der Leitung kommt. Oft wird das Wasser in Bassins, Wassertürmen oder Wasserblasen gespeichert und manchmal handelt es sich auch schlicht um entsalztes Meerwasser, die Vielfalt ist hier extrem groß. Wir empfinden es in der Regel als nicht ratsam dieses Wasser ungefiltert ins Fahrzeug in den Trinkwassertank zu bunkern.

Trinkwasser vs. Brauchwasser bei uns im VW Bus

Selbst wir im kleinen VW Bus haben zwei verschiedene Qualitäten von Wasser an Bord. Unser Trinkwasser ist in einem 45 Liter fassenden Tank fest im Fahrzeug verbaut. Weitere 10 bis 20 Liter, von uns als Brauchwasser eingestuft, transportieren wir in unserer Pumpdusche und einem extra Kanister. Das Trinkwasser dient zum Kochen, Trinken und Zähneputzen, das Brauchwasser zum Duschen, Dinge reinigen und je nachdem auch zum Abspülen unseres Geschirrs.

Das Brauchwasser ist sauberes Wasser welches wir unserer Einschätzung nach bedenkenlos für die beschriebenen Zwecke einsetzen können. Manchmal filtern wir es auch, aber selbst dann bleibt es Brauchwasser, denn das Behältnis selbst (also Pumpdusche und Kanister) könnte durch Wasser anderer Herkunft bereits kontaminiert gewesen sein.

Wie produzieren wir unser Trinkwasser auf Reisen?

Wir haben uns für eine mobile Lösung in Form eines transportablen Wasserfilters entschieden. Dazu kommt eine kleine Auswahl an Zubehör welches man für die Entnahme und Fortleitung des Wassers benötigt. Der Filter mit dem Zubehör ist insgesamt nicht größer als ein KFZ Verbandkasten.

Welche anderen Möglichkeiten der Wasseraufbereitung es gibt und warum wir uns für diese Möglichkeiten entschieden haben, gibt es weiter unten im Beitrag.

Welche(n) Wasserfilter wir seit 4 Jahren in unserem Van nutzen

Hier die Dinge im Detail bzw. ein paar Worte im Vorfeld.

Wasserfilter MSR Guardian (für druckloses Wasser)

Vor 6 Jahren kauften wir uns den MSR Guardian Pump-Filter. Wir wollten eine portable Lösung um im schlimmsten Fall auch aus einem stehenden Gewässer Trinkwasser zu bekommen (die gängigen Wasserfilter haben diese Möglichkeit nicht und benötigen Druck aus der Leitung) und damals wie heute, war der MSR Guardian der sicherste Wasserfilter für diese Zwecke. Für das US-Militär entwickelt, hat kein Keim eine Chance 😉 Aber vor allem unterscheidet sich die Funktionsweise von unserem anderem Wasserfilter im Bus.

Dazu noch leicht und gut zu transportieren… auch ganz ohne Auto, einfach rein in den Rucksack werfen und los geht die Tour. Die jetzt bekannten Wasserfilter-Marken gab es damals noch nicht und das Thema „Wasserfilter“ war auch noch nicht in aller Munde, sondern es interessierten sich eigentlich nur Reisende, die außerhalb Europas unterwegs waren dafür.

Wasserfilter Alb Filter (für Wasserleitungen)

Vor 4 Jahren bekamen wir die Möglichkeit den Wasserfilter von Blaufaktor (Alb Filter) zu testen und wie ihr seht, ist er immer noch im VW T3 dabei. Bei unseren früheren Reisen in Europa wollten wir vor allem Schadstoffe (z.b. Chlor) herausfiltern, da dass Wasser meist mikrobiologisch okay sein sollte. Daher hatten wir zunächst nur den Aktivkohle Filter. Für unsere Reisen außerhalb der EU und vor allem auch Richtung Afrika, haben wir unseren Aktivkohlefilter um einen Hohlfaserfilter und einen Vorfilter erweitert um überall perfektes Wasser zu produzieren, sofern der Leitungsdruck es hergibt.

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Wasser filtern in Marokko

Einzelne Teile unseres Wasserfilters von Alb Filter

Wir benutzen die Filter der Firma Blaufaktor (Alb Filter) in der Ausbaustufe Fusion mit Protect Vorfilter zur Betankung von außen als mobiler Befüllfilter. Das ganze Set gibt es komplett zu kaufen oder auch einzeln.

Hier gibt es ihn als Set zu bestellen—> Alb Filter Fusion & Nano Set*

Vorfilter

Stufe 1 Vorfilter: Albfilter Potect hält alle Schwebstoffe und Sedimente ab 40µm zurück und verlängert die Lebensdauer der nachfolgenden Filtereinheit. Bestes Beispiel: Rost in der Leitung.

Hier gibt es ihn zu kaufen–> Alb Filter Protect Vorfilter*

Aktivkohlefilter

Stufe 2 Aktivkohlefilter: Albfilter Active zum Herausfiltern von Schwermetallen, Pestiziden, Arzneimittelrückständen und anderen chemischen Verbindungen. Neutralisiert außerdem Geruchs- und Geschmackstoffe für einen neutralen Geschmack. Beispiel: gechlortes Wasser

Hohlfasermembranfilter Nano

Stufe 3 Hohlfasermembranfilter: Albfilter Nano zum Herausfiltern von Mikroorganismen bis 0,1µm wie beispielsweise koliforme Keime und viele andere Bakterien. Beispiel: Legionellen

Am oberen und unteren Ende befindet sich jeweils eine Steckkupplung. Grundsätzlich kann man die Filter Active und Nano auch einzeln einsetzen. Überlegt man sich die Anschaffung eines Komplettfilters so wird dieser als Set angeboten und nennt sich in der portablen Variante Alb „Mobil Fusion“ mit (optional) Protect Vorfilter. Hat man bereits einen einzelnen Filter im Einsatz kann man mit erhältlichen Aufrüstsets alles zu einem Fusion Komplettfilter aufstocken.

Das war es schon.

Qualität und Wasserdruck – Wasserfilter

Zu beachten ist, dass die Qualität des gefilterten Wassers über einen längeren Zeitraum gleich bleibt, die Filterleistung, also die Menge pro Zeit, ist erheblich vom Wasserdruck auf der Leitung abhängig. Die Leistung ist in Diagrammen ablesbar.

Kein Druck auf der Leitung oder Wasser aus Gewässer

Achtung, plätschert das Wasser drucklos aus einem Rohr oder einer Quelle kann ohne druckverstärkende Pumpe durch den Albfilter kein Trinkwasser produziert werden.

MSR Guardian Wasserfilter

Für diesen Fall haben wir noch einen Hohlfasermembranfilter mit integrierter Handpumpe von MSR Guardian mittels dessen man theoretisch aus jeder Pfütze und jedem Gewässer hygienisch reines Wasser produzieren kann. Hier mittels Muskelkraft. Den MSR Wasserfilter haben wir schon 6 Jahre.

Der MSR Guardian wurde für das US-Militär entwickelt und entfernt Viren, Bakterien, Protozoen und Partikel aus kontaminierten Wasser fast überall auf der Erde.

MSR Guardian Purifier - Wasserfilter, Wasserentkeimer

Price: 311,50 €

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Der Wasserfilter kann bis zu 10.000 Liter Wasser behandeln und pumpt 2,5 Liter pro Minute. Der MSR reinigt sich selbständig bei jedem Hub. Hergestellt wurde sie nach dem NSF-Protokoll P248 Teststandard des US-Militärs

Mit Maßen von 20,8 x 11,9 cm und 500 g Gewicht bringen wir ihn perfekt unter. Hergestellt wird er übrigens in den USA. Etwas sicheres ist mir aktuell nicht auf dem Wasserfilter-Markt bekannt.

Von der Schweizer Firma Katadyn gibt es auch sehr innovative Produkte zur Wasseraufbereitung. Für Wanderer oder Bikepacker ist die Druckpumpe zur Wasserfilterung sehr perfekt umgesetzt und gut tragbar.

Unser Zubehör für den Alb Filter Wasserfilter

Wir haben für die Entnahme aus Wasserhähnen noch einen Adapter für die Steckkupplung am Filter, nämlich ein kurzes Schlauchstück mit 2 Gardena Kupplungen. Meist benötigen wir einen der drei verschiedenen Hahnverbinder, je nachdem welches Gewinde der Wasserhahn besitzt. Einen 15 Meter langen dehnbaren Wasserschlauch und zwei Wasserdiebe haben wir auch dabei.

Mit diesen Sachen kommt man schon ganz gut klar. Steht das Auto zu weit vom Wasserhahn entfernt, hilft noch ein Kanister um das Wasser zum Auto zu befördern. Man sollte sich im Vorfeld überlegen wie man das Wasser aus dem Kanister in den Tank bekommt.

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Wasserfilter-Tausch – Ersatz-Kartuschen

Je nachdem wie verschmutzt das gefilterte Wasser ist, desto schneller muss die Filter-Kartusche getauscht werden. Alb Filter empfiehlt beim „Active“ einen Wechsel nach spätestens 4 Monaten.

Übrigens verstopft der Filter „Nano“ einfach und hat einen geringeren Durchfluss wenn ein Wechsel notwendig ist.

Wassertank reinigen

Denkt daran euren Tank auch zu reinigen, denn sonst bringt auch der beste Wasserfilter nichts. Ungiftig und umweltfreundlich funktioniert es mit Aktivsauerstoff-Reiniger. Da gibt es auch deutsche Firmen, die diese Reiniger herstellen:

Achtet darauf das euer Reiniger für den Wassertank ungiftig ist. z.B. auch Alb Clean funktioniert mit Aktivsauerstoff und zerfällt nach der Anwendung in Sauerstoff und Mineralien. So bleiben keine schädlichen Rückstände zurück.

Alb clean Reiniger für euren Wassertank.–> Alb clean Wassertank-Reiniger*

Möglichkeiten Einbau des Alb Filters im Womo

Wir haben uns für die portable Lösung entschieden, aber natürlich gibt es auch Einbaumöglichkeiten für den Alb Filter in eurem Wohnmobil/Campervan. Je nachdem seid ihr dann nicht auf einen Leitungsdruck außerhalb angewiesen.

Alb Filter Fusion & Protect für den Einbau gibt es z.B. hier —> Einbau Wasserfilter für Boot und Wohnmobil*

Weitere Möglichkeiten zur Wasseraufbereitung

Es gibt noch einige mehr oder weniger gute Möglichkeiten zur Wasseraufbereitung. Hier eine Übersicht:

Umkehrosmose

Wird definitiv irgendwann noch ein Thema bei uns werden, aktuell ist es preislich noch zu teuer für uns und wir sind auch sehr zufrieden mit unserer Lösung. Auch Größe und Gewicht sind aktuell noch nicht für unseren VW T3 geeignet. Dennoch ist die Umkehrosmose wohl eine der sichersten Verfahren in der Wasseraufbereitung.

Silberionen

Silberionen waren früher bei Campern nicht wegzudenken und werden auch heute noch sehr gerne für die Wasseraufbereitung im Womo verwendet. In Deutschland und den Nachbarländern könnt ihr das auch weiterhin machen, auch wenn wir keine Studie gefunden haben, die klärt, ob Silber im Wasser wirklich einen Schutz bietet.

Wenn ihr euer reines Wasser mehrere Monate nicht erneuert, dann ist die Zugabe von Silberionen möglicherweise sinnvoll um das Wasser zu konservieren.

Chlor

Wir würden hiervon standardmäßig Abstand nehmen (wenn Platz für einen Wasserfilter ist, würden wir diesen wirklich immer bevorzugen!), denn es gibt viel schonendere und dennoch sichere Möglichkeiten zur hygienischen Wasseraufbereitung. Im Notfall, oder um jeden Zweifel an der Wasserhygiene auszuräumen kann ggf. die Zugabe einer Chlortablette sinnvoll sein. Die Tabletten nehmen kaum Platz weg und sind für den Notfall griffbereit, eine sinnvolle Investition.

Silberionen + Chlor

Eine noch bessere Möglichkeit ist die Kombination von Silberionen und Chlor. Der Einsatz erfolgt bei optisch reinem Wasser wenn kein Partikelfilter zum Einsatz kommt. Wasser wird desinfiziert und konserviert.

Wasser abkochen

Wasser einfach abzukochen, ist eine schnelle und einfache Lösung. Ihr benötigt dazu allerdings in der Regel Gas oder eine andere Kochquelle. Gerade wenn man autark ist und außerhalb jeglicher Zivilisation, dann wird ungern so etwas wichtiges verschwendet. Auch eignet sich diese Möglichkeit eher für geringere Mengen zur Entkeimung.

UV-Licht

Protozoen, Bakterien, Pilze und Viren können durch UV-Licht unschädlich gemacht werden. Es desinfiziert Wasser bis zu 99,99%. In der Wasserentkeimung, Trinkwasseraufbereitung und im Labor wird UV-Licht verwendet. Die UV-Desinfektion ist nur bei Wellenlängen zwischen 200-300 nm wirksam

UV-Licht gilt als sichere Methode. Medikamente und Chemie können nicht durch UV-Licht zerstört werden. Als alleinige Verwendung zur Trinkwasseraufbereitung würden wir UV-Licht nur bedingt empfehlen, denn es werden zwingend Strom oder Batterien benötigt.

Für Back- und Bikepacker, sowie Wanderer ist es auch eine tolle Lösung, denn der kleine UV-Stick kann einfach in jede Wasserflasche gehalten werden und 90 Sekunden später ist das Wasser frei von Keimen.

Das beliebteste UV-Licht unterwegs ist der Steripen. Er ist handlich, einfach in der Handhabung und in Nullkommanichts habt ihr Trinkwasser.

Der kleinste (80g) UV-Steripen ist der Ultralight. Im Gegensatz zu den anderen UV-Pens wird er mit Strom aufgeladen. Laut Hersteller halt eine Aufladung für die Desinfektion von 20 Liter Wasser

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Der Classic Steri Pen wiegt 159 g und benötigt AA Batterien.

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Der Adventure Opti UV-Pen benötigt CR123A Batterien und wiegt 103 g.

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Wasserentkeimung durch Sonnenlicht – SODIS

Das Wasser durch Sonne in Trinkwasser verwandeln hat einen Namen: SODIS (Solar Water Disinfection) heißt das Verfahren zur Wasserentkeimung. Es funktioniert durch eine keimtötende Wirkung der UV-A-Strahlung im Sonnenlicht. Also genau wie die Desinfektion durch das o.g. UV-Licht, nur eben durch die Natur und ohne Strom oder Batterien 😉

Unzählige Menschen auf dieser Welt, haben keine Möglichkeit an sauberes Trinkwasser zu gelangen. Die WHO empfiehlt die Entkeimung durch Sonnenlicht als sichere Möglichkeit.

Dass Sonne, Keime zerstört war schon früher bekannt, geriet in Vergessenheit und kam dann in den 80ern wieder. In mehr als 20 Ländern wird diese Methode in Afrika schon angewandt, mit sehr guten Ergebnissen.

Auch für Reisende ist diese Methode ziemlich problemlos und ohne große Anschaffungskosten verbunden. Ihr benötigt einfach nur Sonne, eine durchsichtige Plastikflasche, am besten eine schwarze Unterlage und Zeit. Verschmutztes Wasser in die Plastikflasche füllen, auf schwarze Unterlage legen und Sonne darauf scheinen lassen. Wenn es sehr heiß ist und das Wasser über 50° C wird, dann genügt schon eine Stunde bis das Wasser trinkbar ist.

Die Flasche darf allerdings nicht zerkratzt sein, und das Wasser muss klar sein und nicht dreckig braun. Sonst kann das Sonnenlicht nicht das gesamte Volumen durchdringen. Ob das Wasser klar genug ist, könnt ihr ganz einfach selbst testen: Füllt die Flasche, stellt sie auf ein Blatt Papier mit großer Schrift und schaut durch den Flaschenhals nach unten. Könnt ihr die Buchstaben erkennen, dann ist das Wasser klar genug.

Eine gute Sache, wenn wirklich alle Stricke reißen und ihr keine andere Möglichkeit zur Aufbereitung oder Filterung eures Wassers habt. Eine Dauerlösung wäre es für uns unterwegs allerdings nicht.

Fazit:

Wir sind mit unserer Lösung aktuell sehr zufrieden und es entspricht unseren Bedürfnissen nach Sicherheit. Außerdem schätzen wir den geringen Platzbedarf und das der Wasserfilter schnell einsatzbereit ist. Gelagert haben wir das ganze Material für unsere Wasserfilterung in einer leeren KFZ Verbandtasche.

Das passt super für uns und alle Dinge sind beisammen und können in der Tasche nach Gebrauch trocknen. Einzige Schwachstelle des Systems ist der notwendige Wasserdruck auf der Leitung. Aber meist findet sich auch schnell eine andere Zapfstelle oder man bringt etwas Geduld mit, wenn der Druck mal nicht so hoch sein sollte.

Hat man Bedenken und will für alle Situationen gerüstet sein, kann man noch über die Anschaffung einer Druckwasserpumpe nachdenken, mit der man das Wasser dann selbst unter Druck setzt und durch den Filter pumpt, wie wir mit dem MSR Guardian, aber das kommt eher für Expeditionen, Fernreisen und Langzeitreisende in Frage.

Für uns hat sich der Wasserfilter auf jeden Fall gelohnt und ohne ihn hätten wir in manchen Ländern nicht mehr so entspannt unterwegs sein können.

Viel Spaß mit uns in Westafrika—> Mit dem VW T3 nach Afrika

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kunstwut

Hello ihr Reisenden, Individualisten, Bulli-Fahrer, Camper...wir sind Jasmin und Michi, seit 2006 zusammen und genau so lange reisen wir schon in unserem Eisbär, einem VW T3. Wenn wir nicht gerade unterwegs sind, rettet Michi Menschen und schraubt am restlichen Bulli-Fuhrpark und Jasmin werkelt, malt und schmiedet neue Reisepläne. Treffen könnt ihr uns bei den Polarlichtern in Lappland, in der Wüste oder unter der Erde Sloweniens, immer genau da wo es Abenteuer gibt. Unser T3 hat mit seinen knapp 500.000 km schon einiges erlebt und über diese Erlebnisse erzählen wir euch auf unserem Blog. Außerdem erhaltet ihr hier viele Reisetipps und Themen rund um den VW T3 kommen natürlich auch nicht zu kurz.

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