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Roomtour in unserem VW T3 California „Eisbär“ 1/2

Es wird Zeit, euch endlich unseren VW T3 California von innen zu zeigen. Hier erfahrt ihr alles, was wir in unserem T3 haben – von Strom, Schränke, Tipps zum Klappdach und Sicherheit! Hier ist Teil 1 der VW T3 Roomtour mit den Themen: Wasser, Standheizung, Aufstelldach (inkl. Vermeidung von Schimmel und wie der Stoff des Klappdachs noch länger hält), Licht und Strom.

Schuhe aus und rein mit euch!

Welcome to our Eisbär! Herein mit euch zur exklusiven Roomtour!

Hello, aus unserem „Eisbär“, der T3 Cali wird ja von uns so genannt! Wir haben eine Westfalia Ausstattung, in dem Fall vom California. Er ist Baujahr 1990 und mittlerweile 520.000 km gefahren. Davon 420.000 km mit uns 😉 Der Motor ist ein 1,9 TDI.

Wer zuerst lieber eine Roomtour Outside sehen möchte, kann gerne unser Video anschauen. Dort zeigen wir alle Details und Neuerungen rund um unseren Bulli von außen. Hier geht’s zum Video: Roomtour VW T3 Eisbär outside

Für alle, die neu bei uns sind: Wir haben außerdem noch einen VW T3 Syncro, der für Langzeitreisen ausgebaut wurde. Der VW T3 California, um den es hier geht, ist unser Bus für kürzere Reisen – meist bis zu vier Wochen am Stück. Dafür aber ziemlich oft im Jahr, und übrigens auch im Alltag. Er war schon mehrfach im Winter in Norwegen und Lappland unterwegs, in der Wüste Marokkos und fast überall in Europa. Geschont wird er dabei nicht – und was man mit 2WD alles schaffen kann, glaubt ihr kaum! 😉

Wasser im VW T3

Fangen wir gleich mit der Wasserversorgung an. Vor Jasmins Kleiderschrank befindet sich ein aufklappbarer Schrank, in dem ursprünglich der originale Wassertank verbaut war – mit einem Fassungsvermögen von 45 Litern. Wir haben das System umgebaut und nutzen hier nun einen kleineren Kanister mit 16 Litern. Daraus beziehen wir unser Wasser für die Spüle – das reicht uns vollkommen. Unterwegs gibt es ohnehin fast immer genügend Möglichkeiten zur Wasserversorgung, etwa an Brunnen oder Quellen.

In demselben Schrank bewahren wir auch die Tasche mit dem Wasserfilter auf. Den benötigen wir, wenn wir sogenanntes „Fischwasser“ tanken – also Wasser aus unklaren Quellen. Damit lässt sich der Kanister problemlos befüllen. Wir nutzen seit vielen Jahren einen Albfilter, außerdem haben wir noch einen MSR Guardian, den wir in Europa allerdings kaum brauchen. Zum Thema Wasserfilter und -aufbereitung haben wir übrigens einen eigenen Beitrag verfasst. Wenn euch das Thema näher interessiert, findet ihr den Artikel hier: Wasserversorgung in Europa und Afrika

Unser Trinkwasser kaufen wir vor Ort oder es wird gefiltert (kommt auf die Quelle an).

Da 16 Liter Wasser ziemlich wenig sind, haben wir auch noch unsere Dusche gefüllt mit Wasser, aber dazu später mehr.

Küche/ Kühlschrank und Kochfeld

Dann kommt als Nächstes der erste Lebensmittelschrank, direkt neben dem Wasserschrank. Dort lagern wir zum Beispiel unser Brot und ein paar Snacks. Darunter, im „Keller“, bewahren wir vor allem haltbare Lebensmittel, Kaffee und ähnliches auf.

Danach folgt der große Küchenblock – mit Kühlschrank und doppelten Kochfeld. Es gibt eine Besteckschublade und im Schrank darunter stehen Geschirr und Töpfe. Der Kühlschrank ist noch der originale Absorber-Kühlschrank, also inzwischen 35 Jahre alt. Wir haben ihn nicht ausgetauscht, weil er nach wie vor funktioniert. Durch den Betrieb mit Gas ist er recht praktisch, da er keinen Strom verbraucht. Allerdings ist er natürlich nicht so leistungsfähig wie ein moderner Kompressor-Kühlschrank – je nach Außentemperatur kann es im Inneren also ziemlich warm werden.

Schwenkbarer Tisch im Westfalia T3

Der Westi hat einen schwenkbaren Originaltisch. Die Stange wird an der Tischplatte befestigt, beides unter der Platte festgeschraubt – und schon hat man einen Tisch, der sich in alle Richtungen schwenken lässt.

Er ist ebenfalls noch original vom T3 California. Für zwei bis vier Personen ist das ziemlich praktisch – egal, ob zum Gemüseschneiden oder um etwas zu schreiben. Bei der Westfalia-Ausstattung wird der Tisch im hinteren Bereich über den Schränken verstaut und ist so nicht im Weg. Da wir ihn eher selten nutzen, liegt er bei uns meist separat. Im Syncro haben wir dagegen einen größeren Tisch – aber den seht ihr in der Syncro-Roomtour.

Original schwenkbarer Tisch im Westfalia VW T3 Camper
Über den beiden Staufächern, kann er platzsparend aufgewahrt werden
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Individuell schwenkbarer Tisch
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Original schwenkbarer Tisch im Westfalia VW T3 Camper

Batterie/ Stromversorgung

Da wir mit dem California immer nur für kürzere Zeiträume – also maximal bis zu vier Wochen am Stück – unterwegs sind, ist auch das Stromsetup genau auf unsere Bedürfnisse abgestimmt. Wir haben hier noch die originale Bleisäure-Batterie verbaut, keine Lithium. Das bedeutet natürlich, dass unsere Stromreserven nicht allzu groß sind. Da jedoch sowohl der Kühlschrank als auch die Standheizung mit Gas laufen, brauchen wir im California insgesamt nur wenig Strom.

Das kleine Bedientableau am Küchenblock hat zwei Schalter. Mit dem einen kann man das System ein- und ausschalten. An der kleinen Kontrollleuchte sieht man, ob der Kühlschrank gerade auf Gas läuft. Daneben wird der Füllstand der Zusatzbatterie für den Innenausbau angezeigt. Zwischen den beiden befindet sich noch ein unscheinbarer kleiner Schalter, den viele gar nicht kennen. Wenn man ihn betätigt, leuchtet rechts daneben ein rotes Licht – das ist der sogenannte „Ice-Ex“. Damit lässt sich der Druckminderer, der unten am Gastank sitzt, im Winter enteisen. Bei Minustemperaturen kann es nämlich passieren, dass er zufriert und kein Gas mehr durchlässt.

Bedienung Kühlschrank wasser strom bedientableau vw t3 westfalia
An dem grünen Licht sieht man, dass der Kühlschrank auf Gas läuft
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Hier sieht man den Füllstand der Zusatzbatterie für den Innenaufbau
eis ex iceex ice ex druckminderer vw t3 vw bus
In der Mitte ist oben der An- und ausschalter und mittig unten der Ice Ex

Seitlich am Küchenblock befindet sich die Stromanzeige – ganz simpel für unsere Aufbaubatterie. Dort haben wir außerdem zwei USB-Ladesteckdosen, und neu hinzugekommen ist oben eine 12-Volt-Steckdose. Die brauchen wir, um unseren Laptop zu laden. Witzigerweise sind in diesem Auto insgesamt 14 USB-Steckdosen verbaut – wir können also wirklich an allen Ecken und Enden Strom per USB zapfen.

stromversorgung usb 12V Steckdose für Laptop
Wir haben insgesamt 14 USB Ladesteckdosen verbaut

Licht im VW T3

Original hat der T3 California oder auch der Joker drei Leuchtstoffröhren verbaut. Die sind zu dunkel und brauchen viel Strom, deswegen habe ich hier eine LED Beleuchtung verbaut. Natürlich auch wieder rückrüstbar ohne großen Eingriff ins Fahrzeug. Es gibt dafür einen Schalter bzw es gibt auch eine Fernbedienung dazu. Der LED-Streifen läuft einmal untenrum, über den Schrank, einmal quer hinüber und dann nach vorne. Es ist wunderbar hell und dimmbar, braucht wenig Strom und ist perfekt für uns.

Mit der kleinen Fernbedienung kann man das Licht von jedem Ort im Fahrzeug an- und ausschalten, Helligkeit einstellen und 3 verschiedene Tageslicht Modis auswählen. Wer daran Interesse hat und nach einer guten Lösung sucht, hier der Link zum Artikel: LED Beleuchtung*


Die heiße Luft muss raus!

Wenn es heiß wird, kann es sehr unangenehm werden. Dass man die Wärme irgendwie rausbekommt, ist beim California gar nicht so einfach, denn wir haben oben nur eine kleine Luke im Aufstelldach. Da geht die Wärme relativ schlecht ab. Deswegen haben wir jetzt zwei perfekte „Klimaanlagen“. Bei über 45°C Hitze hilft auch kein Ventilator mehr, aber ansonsten machen sie einen guten Job.

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Ohne Ventilator geht im Sommer nichts
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Schiebefenster hinten seitlich nachgerüstet

Schiebefenster hinten

Das Fenster hinten auf der rechten Seite haben wir getauscht, denn dort ist als original ein „festes“ Fenster verbaut. Als Zubehör gibt es aber mittlerweile Schiebefenster für die Seiten. Es ist ein großer Mehrwert, was die Durchlüftung im Fahrzeug anbelangt. Speziell wenn wenn man unten schläft.

Aufstelldach

Gehen wir nach oben ins Aufstelldach. Übrigens: Der Stoff am Klappdach ist noch der originale – 35 Jahre alt! Er hat all die Jahre überstanden, nur im hinteren Bereich gibt es eine kleine Beschädigung.

Wenn wir das Bett zuklappen, müssen wir vorher alles wegräumen – also das komplette Bettzeug und auch den zusätzlichen Topper auf der Matratze. Alles muss runter, denn in diesem Zustand lässt sich das Aufstelldach nicht schließen.

Nach oben kommen wir übrigens ganz einfach über unsere Holzbox neben der Küche – einmal hochsteigen und schon ist man oben. Dort zu schlafen ist jedes Mal ein Highlight – wir lieben das einfach.

Tipp, damit euer Stoff vom Klappdach lange hält!

Ich habe noch eine kleine Ergänzung – ein bisschen Klappdach-Know-how, sozusagen. Die Aufstelldächer neigen dazu, hinten kaputtzugehen, sprich: sie bekommen Löcher. Wir haben das an einer Stelle auch, aber man kann dem gut vorbeugen, wenn man regelmäßig überprüft, ob die Gummis – die im Original eingearbeitet sind – noch richtig sitzen und sie bei Bedarf erneuert.
Diese Gummis sollen den Stoff zusammenraffen, wenn das Dach eingeklappt wird. Mit der Zeit verlieren sie allerdings an Elastizität und funktionieren dann nicht mehr richtig. Wenn man sie einfach neu einzieht, wird der Stoff beim Schließen des Dachs im hinteren Bereich wieder sauber nach innen gezogen. So bleibt alles trocken – und der Stoff hält deutlich länger.

Aufstelldach – Warum der Flockprint wichtig ist!

Wahrscheinlich kennt es jeder Westfalia-Fahrer – egal ob VW T2 oder VW T3: Die Aufstelldächer sind innen im Original beflockt. Dieser Flock ist tatsächlich sehr sinnvoll und hat einen klaren Nutzen. Ich würde die Beflockung nicht entfernen oder lackieren, wie es manche machen, sondern sie unbedingt so lassen. Die Beflockung nimmt nämlich Feuchtigkeit auf. Das bedeutet: Gerade bei starken Temperaturunterschieden zwischen innen und außen wird euer Fahrzeug nicht zur Tropfsteinhöhle, weil der Flock die Feuchtigkeit gut puffern kann.

Allerdings hat er auch eine Schattenseite – und das kennen viele T2- und T3-Fahrer nur zu gut: Der Flock neigt dazu, Schimmel anzusetzen, wenn das Dach selten gelüftet wird. Das Problem lässt sich aber relativ einfach beheben, zum Beispiel mit einem Badreiniger oder einem Reiniger auf Chlorbasis. Diese Mittel töten die Schimmelsporen ab und desinfizieren die Oberfläche so, dass kein neuer Schimmel entsteht – vorausgesetzt, das Dach wird danach gut gelüftet. Die schwarzen Stockflecken entfernt ein solcher Reiniger ebenfalls gründlich und zuverlässig.

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So sieht die original Beflockung des Klappdachs aus

Vorhänge

Eine Sache die wir auch geändert haben, sind die Vorhänge. Der Westi hat normalerweise Gardinen die sehr lichtdurchlässig sind. Schaut zwar freundlich aus, aber man sieht im dunkeln sofort ob jemand im Bus ist. Daher hat Jasmin neue Gardinen genäht an die originalen Schienen. Sie sind aus einem lichtundurchlässigen Thermostoff und wir sind jetzt quasi unsichtbar 😉

vorhänge selber nähen vw t3
Lichtundurchlässige Vorhänge

Kleiderschrank Michi, Staukasten oben und Kleiderschrank Jasmin

Hinten ist mein Kleiderschrank. Außer ein paar Klamotten, sind da aber eher Ersatzteile für den T3 zu finden…Öl, Starthilfekabel und auch unsere Reiseapotheke. Im Dachstaukasten befinden sich Bücher und Jasmins Lehrskripte. Außerdem ein bisschen Elektro-Krimskrams. Alles was man eben so braucht.

Standheizung Truma

Wir haben eine Truma E 1800 – eine Gas-Standheizung. Sie läuft auf zwei Stufen mit einer maximalen Heizleistung von 1800 Watt. Da wir einen Gastank verbaut haben, können wir diese Heizung problemlos und sehr effizient im Fahrzeug nutzen. Die Truma ist superleise und sowohl im Strom- als auch im Gasverbrauch sehr sparsam.

Im Syncro haben wir dagegen eine Eberspächer der neuesten Generation eingebaut – im originalen Kasten der früheren Benzin-Standheizung.

Unter der Sitzbank befinden sich neben der Standheizung auch noch Wagenheber, Softschäkel, Abschleppseil und ein paar Ersatzteile, die man selten braucht. Außerdem liegt dort eine 46er Nuss für die große Kronenmutter – ein Werkzeug, das wohl nur T3-Fahrer kennen, denn sonst braucht sie kaum jemand.

Standheizung unter der SItzbank vw t3
Unter der Sitzbank! Standheizung, Ladegerät, Relais, 46er Nuss, Batterie

TDI 1,9 AFN

Wir haben in diesem Fahrzeug nicht mehr den original Motor drin, sondern wir haben einen 1,9 TDI verbaut der schon seit fast 300.000 km erfolgreich in diesem Bus läuft. Es ist einer der ältesten TDI-Umbauten die überhaupt gemacht wurden und auch wahrscheinlich einer, der mit am längsten durch die Gegend fährt mit seiner 520.000 km gesamten Fahrleistung.

Unter der Abdeckung neben der Standheizung befindet sich einmal die Starterbatterie, weil sie beim TDI hinten keinen Platz hat. beim JX, also beim Turbodiesel steht sie noch hinten im Motorraum. Hier ist sie unter der sitzbank verbaut.

Im Westi sitzt dann normalerweise noch ein LG20 Westfalia-Ladegerät, dass wurde von uns ersetzt durch ein FraRon Ladegerät. Es lädt die Starter- und die Aufbaubatterie.

Bald geht es mit Teil 2 unserer Roomtour weiter.

Wer lieber das Video dazu sehen möchte, kann dies hier auf YOUTUBE!

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kunstwut

Hello ihr Reisenden, Individualisten, Bulli-Fahrer, Camper...wir sind Jasmin und Michi, seit 2006 zusammen und genau so lange reisen wir schon in unserem Eisbär, einem VW T3. Wenn wir nicht gerade unterwegs sind, rettet Michi Menschen und schraubt am restlichen Bulli-Fuhrpark und Jasmin werkelt, malt und schmiedet neue Reisepläne. Treffen könnt ihr uns bei den Polarlichtern in Lappland, in der Wüste oder unter der Erde Sloweniens, immer genau da wo es Abenteuer gibt. Unser T3 hat mit seinen knapp 500.000 km schon einiges erlebt und über diese Erlebnisse erzählen wir euch auf unserem Blog. Außerdem erhaltet ihr hier viele Reisetipps und Themen rund um den VW T3 kommen natürlich auch nicht zu kurz.

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