Immer wieder kommt die Frage, womit wir unterwegs eigentlich unsere Fotos und Videos einfangen. Deshalb starten wir eine kleine Serie, in der wir euch nach und nach unser Equipment vorstellen – von Kamera, Action Cam, Gimbal etc. Heute beginnen wir mit einem echten Mehrwert in unserer Ausrüstung – unsere Drohne!
Damit ihr euch deutlich seht, was die DJI Mini kann, zeigen wir euch in diesem Beitrag viele unterschiedliche Fotoaufnahmen die wir gemacht haben. In der Nacht, bei stärkerem Wind, vertikal und waagrecht, mit starkem Zoom. So könnt ihr euch am besten ein Bild davon machen.
Ein steiniger Weg bis zu unserer heutigen Drohne
Dieser Weg wird kein leichter sein…! So kann man unsere Drohnenerfahrungen der letzten 6 Jahre beschreiben. Unsere erste Drohne war eine DJI Spark. Sie war damals die einzige Drohne im mittleren Preissegment, die unser Fahrzeug sogar während der Fahrt verfolgen konnte. Für Solo-Reisende ideal – die Drohne fliegt einfach selbstständig hinterher, während man entspannt weiterrollt.

Unsere erste DJI Drohne
Zumindest theoretisch sollte sie das tun, in der Realität konnten wir wenige dieser Videos nutzen, da die Spark immer wieder vor imaginären Hindernissen stoppte bzw. das zu trackende Motiv verlor und wir wieder rückwärts Richtung Drohne fahren mussten. Die meisten unserer Videos waren zu dieser Zeit also nicht besonders brauchbar. Es kamen leider auch ein paar andere, gravierendere Probleme hinzu. Scheinbar entwickelte sie mit der Zeit ein Eigenleben und wollte sich ihr eigenes Flugerlebnis gestalten. Dauernde Verbindungsabbruche (instabile WLAN Verbindung) zur Steuerung und unberechenbare „Fly Aways“ die in langwierigen Suchaktionen endeten waren der Horror.
Mit den Jahren hatten wir 3 Sparks (alle gebraucht gekauft) und alle waren am Ende gecrashed. Sie waren für uns eher eine tickende Zeitbomben, als ein Vergnügen. Die letzte crashte leider in Spanien im Bergbaugebiet. Die Lust am Drohne fliegen war uns mit diesen Erfahrungen erst einmal gründlich verdorben, das Vertrauen war verloren. Immer hatte man das ungute Gefühl im Magen wenn man an die Fly aways zurückdachte und was hätte passieren können. Außerdem zweifelten wir (mangels Vergleich mit einer anderen Drohne) an unseren Flugkünsten und hatten bedenken am Ende dann auch noch eine 1000 € Drohne zu crashen wenn man mehr investiert. Was die Spark zu der Zeit jedoch besonders machte, speziell auf Reisen, war die Größe, das Gewicht und der Funktionsumfang in dieser Klasse. Hier punktete die Spark unschlagbar und nur die etwas später auf dem Markt gekommene DJ Mini Serie konnte da mithalten.
Größe und Gewicht war und ist für uns wichtig, da Drohnen unter 250 g in vielen Ländern in eine deutlich unkompliziertere Kategorie fallen und je nach Land einige Vorteile haben. Weniger Bürokratie, weniger Stress!
Unsere aktuelle DJI Mini Drohne
Vor 2 Jahren in Italien, kauften wir dann eine DJI Mini 3 Drohne*. Diese nutzen wir bis heute und sind sehr positiv überrascht worden. Sie ist absolut zuverlässig, liefert sehr gute Fotos und Videos. Unter 250 Gramm ist sie sehr leicht, dazu extrem kompakt faltbar und fällt durch das geringe Gewicht in die EU Drohnenkategorien E0 – ideal für unsere Reisen, wenn jedes Gramm zählt und man möglichst wenig Auflagen haben will.
Trotz ihrer Größe liefert sie dank stabilisiertem 3-Achsen-Gimbal ruhige, professionelle Aufnahmen selbst bei stärkerem Wind. Die verbauten Sensoren sorgen für präzises Schweben und leichtes Handling, während Funktionen wie verschiedene QuickShots (Vordefinierte Flugmanöver und kleine Filmsequenzen aufzunehmen), GPS-Stabilisierung und erstaunlich lange Flugzeiten weit über das hinausgehen, was man einer so kleinen Drohne zutrauen würde. Wir waren sehr überrascht.
Die Active Track Funktion, also das selbständige Verfolgen eines beweglichen Objekte gibt es in dieser Version nicht mehr. Dazu bräuchte es eine Reihe an Crash- Sensoren die hier nicht verbaut sind. Dafür gibt es neue andere Features, wie z.B. vertikal filmen bzw. „echte“ Hochkantaufnahmen, was wir für Tik Tok und Instagram nutzen.

In den letzten beiden Jahren hatte die Drohe keinen einzigen Fly Away oder sonstige Aussetzer. Was uns persönlich beruhigt denn wir wissen jetzt, dass es bei unseren vorherigen Problemen mit der Spark dann doch nicht an uns lag. 😉
Ich weiß, wie schwer die Entscheidung für die richtige Drohne sein kann – vor allem, wenn man zwischen Mini 3, Mini 3 Pro und Mini 4 Pro jongliert und die kleinen, aber wichtigen Unterschiede herausfinden muss. Dazu kommen die nicht unerheblichen Preisunterschiede der einzelnen Modelle. Deshalb teilen wir hier unsere persönliche Erklärung und Erfahrung, damit ihr einen hoffentlich besseren Überblick bekommt.
DJI Mini 3 vs. Mini 3 pro und was bedeutet eigentlich Fly More Combo!
Wir haben die DJI Mini 3 (ohne pro), da die pro Version bei unserem Kauf vor 2 Jahren noch um die 300 Euro teurer war. Das hat sich auch heute nicht geändert. Die DJI Mini 3 pro hat eine Hinderniserkennung und die Folgefunktion (Active Track – sie folgt einem Auto oder Lebewesen automatisch nach Einstellung). Die Mini 3 (also unsere) hat diese beiden Funktionen nicht, da muss man selbst bei bewegten Objekten hinterhersteuern und auch wirklich jedes Hindernis (z.B. Äste von Bäumen) im Auge behalten. Das gilt auch für die Mini 4! Wir dachten es wird uns fehlen, aber ehrlich gesagt haben wir das Active Track bisher nicht vermisst da die Drohne sehr gut steuerbar ist. Wer eine Drohne gut fliegen kann wird am Ende bessere Aufnahmen erzeugen als die Verfolgeautomatik.
Ein großer Faktor für die Entscheidung zum Kauf der Standard 3er war für uns auch der Preisunterschied von normaler Mini zur Pro Version. Wer die Drohne nur gelegentlich und für seine privaten Aufnahmen nutzt, macht bei einer Mini 3 oder 4 nichts falsch. Die Mini 4 Pro ist ca. 300-370€ teurer, als die normale Version, bietet dafür aber auch sehr, sehr viel mehr (siehe unten in der Tabelle).
Wer sich fragt, was es mit der Fly More Combo auf sich hat: Die Fly More Combo hat noch eine zusätzliche Tasche und weitere Akkus mit Ladeschale im Lieferumfang.
Price: 309,00 €
10 used & new available from 296,64 €
Price: 299,00 €
46 used & new available from 207,33 €
Price: 599,00 €
1 used & new available from 599,00 €
DJI Mini 3 oder doch lieber die DJI Mini 4K?
Hier eine Tabelle mit dem Unterschieden zwischen der DJI Mini 3, der Mini 3 Pro, der Mini 4K und der Mini 4 Pro. So könnt ihr am besten sehen, welche Drohne für euch geeignet ist.
| Merkmal | Mini 3 | Mini 3 Pro* | Mini 4K* | Mini 4 Pro* |
|---|---|---|---|---|
| Gewicht | ca. 249 g | ca. 249 g | ca. 246 g | < 249 g |
| Kamerasensor & Fotoauflösung | 1/1,3″ CMOS, 12 MP | 1/1,3″ CMOS, 48 MP | 1/2,3″ CMOS, 12 MP | 1/1,3″ CMOS, 48 MP |
| Video / Auflösung | 4K bis 30 fps | 4K bis 60 fps | 4K bis 30 fps | 4K bis 100 fps, 10-Bit, HDR (D-Log M, HLG) |
| Übertragungssystem | OcuSync 2.0 | OcuSync 3.0 | Älteres System (z. B. OcuSync 2.0) | OcuSync 4.0 |
| Hinderniserkennung | Nur nach unten | Dreiseitig (vorne, hinten, unten) | Nur nach unten | Rundum (omnidirektional) |
| Flugzeit (mit Standardakku) | Bis ~38 Minuten | Bis ~34 Minuten | Bis ~31 Minuten | 34 Minuten (Standard) / bis ~45 Minuten (Plus-Akku) |
| Flugmodi / Sicherheit | Basisfunktionen Quick Shots | ActiveTrack, QuickShots, MasterShots | Standard-Modi Quick Shots | Erweiterte Flugmodi (z. B. Waypoints, 360°-Tracking, Advanced RTH) |
| Low-Light / Bildverarbeitung | Standard | Bessere Low-Light-Leistung | Standard | Verbesserte Bildverarbeitung, JPEG + RAW, Farbmodi, Zeitlupe, Nachtmodus |
| Zielgruppe / ca. Preis | Einsteiger, Preis ca. 299 € | Content Creator Preis ca. 950€ | Preisbewusste Luftbild-Fans Preis zwischen 230-299€ | Anspruchsvolle Creator, Profis, Preis ca. ab 610€ |
Wir persönlich würden uns für die Mini 3 statt der Mini 4K entscheiden, denn tatsächlich gibt es bei der Mini 4K keine Hochkant Funktion mehr. Das Hochkant filmen ist nur noch bei der Mini 4 Pro möglich. Für uns ist das ein entscheidendes Kriterium, aber jedem ist auch was anderes wichtig. Dafür ist die Mini 4K zu einem aktuell unschlagbaren Preis von 229 € in den Black Weeks bei Amazon erhältlich.
Wer aber mehr investieren möchte, sollte die Mini 4 Pro ins Auge fassen. Von Nachtmodus, vertikale Aufnahmen, Zeitlupe, Farbmodus, eine omnidirektionale Hinderniserkennung, eine verbesserte Rückkehr, mit dem Plus Akku kommt man auf noch längere Reichweiten, außerdem verschiedene coole Modi, Fotoformate sind JPEG und RAW usw. Die Liste ist endlos.
Vertikale Aufnahmen Mini 3 Beispiele
Hier ein paar vertikale Aufnahmen der Mini 3. Ich habe Fotos ausgewählt, die sehr schlechte Grundbedingungen hatten, wie z.B. starken Wind, Dunkelheit, Sonneneinstrahlung, starker Zoom.




Wir sind sehr zufrieden mit der Mini 3, aber würden wir aktuell eine Drohne suchen und der Preis weniger eine Rolle spielen, dann würden wir uns für die Mini 4 Pro entscheiden.
DJI Mini 4K oder DJI Mini 4 Pro – Für wen geeignet?
Falls ihr eher zur Mini 4 tendiert, dann ist hier noch eine kleine Tabelle für euch, über die Funktionen der Mini 4 Drohnen:
| Technik | DJI Mini 4K | DJI Mini 4 Pro |
|---|---|---|
| Gewicht | ca. 246 g | < 249 g |
| Kamerasenor | 1/2,3″ CMOS, 12 MP | 1/1,3″ CMOS, 48 MP |
| Video | 4K bis 30 fps | 4K bis 100 fps, 10-Bit, bessere Dynamik |
| Gimbal | 3-Achsen, Standard-Winkel | 3-Achsen, erweiterter Neigungsbereich |
| Hinderniserkennung | Nur nach unten | Rundum (vorne, hinten, oben, unten) |
| Übertragungssystem | OcuSync 2.0 | OcuSync 4.0 |
| Max. Flugzeit | ca. 31 Minuten | 34 Minuten (Standardakku) / bis 45 Min. (Plus-Akku) |
| Flugmodi | Basisfunktionen | ActiveTrack 360°, Waypoints, MasterShots u. a. |
| Fotoformate | JPEG | JPEG + RAW |
| Video-Codes & Profile | Standardprofile | D-Log M, HLG, 10-Bit |
| Reichweite (Herstellerangabe) | Kürzer, ältere Technik | Deutlich höhere Reichweite |
| Zielgruppe | Einsteiger | Anspruchsvolle Creator & fortgeschrittene Piloten |
- Für Einsteiger oder Schnäppchenjäger: Die Mini 4K oder Mini 3 reicht völlig für stimmige Luftaufnahmen, wenn du nicht unbedingt die höchste Bildqualität oder erweiterte Videofunktionen brauchst.
- Für Content-Creator & anspruchsvolle Luftbild-Arbeit: Die Mini 3 Pro oder die Mini 4 Pro ist durch die bessere Kamera, längere Flugzeit, moderne Übertragung und Hinderniserkennung klar im Vorteil.
- Für Alleine Reisende: Nur die Pro Versionen können ActiveTrack!
- Interessantes AdOn für alle Modelle: Die DJI RC – Die Fernsteuerung mit Display welche das Smartphone beim Fliegen entbehrlich macht. Je nach Bundle gibt es diese Fernsteuerung auch ab und an inklusive. Hier könnt ihr sie ansehen: DJI RC Fernsteuerung*


Unser persönliches Fazit:
Für uns hat die Mini 3 Drohne ein perfektes Preis-Leistungsverhältnis! Unter 300€ bietet sie für so eine kleine Drohne, ganz viel! Sie ist stabil, auch bei stärkerem Wind und bei schlechten Lichtverhältnissen, außerdem ist sie zuverlässig. Die Rückkehrfunktion klappt problemlos (Fluggerät fliegt zum Startpunkt zurück auf Knopfdruck, bei Signalverlust mit der Fernsteuerung, bei niedriger Akkukapazität). So zumindest die letzten 2 Jahre unserer Nutzung. Vertikal filmen lässt sich während des Fliegens einfach umstellen. Die Hochkant Aufnahmen sind ein echter Gamechanger. Die Kamera wird physisch um 90 Grad geschwenkt und es entstehen echte Hochkant Aufnahmen nicht nur aus einem Vertikalbild herausgemogelte Aufnahmen in schlechter Auflösung. Die Fernbedienung der Drohne hat einen Schiebeschalter für Cine / Normal / Sport. Damit verstellt man die Geschwindigkeit der Drohnenreaktion bei Flugmanövern. Der Cine Modus ermöglicht auch Anfängern und Umsteigern sanfte, geschmeidige Flugaufnahmen da die Drohne nicht so extrem schnell auf jede Bewegung der Steuerknüppel reagiert. Gutes Feature. Die Drohne ist relativ leise und hat ein angenehmes Fluggeräusch im Gegensatz zu manch anderen Kleindrohnen. Die Drohne ist klein faltbar und vom Packmaß noch kleiner als unsere Vorgängerdrohne. Tatsächlich vermissen wir die Hinderniserkennung am meisten da man etwas unbeschwerter fliegen kann.
Die Reichweite eines Akkus alleine ist schon ausreichend um schnell mal ein gutes Video zu machen. Mit der Fly More Combo (2 weitere Akkus u.a.) geht es dann so richtig ab und man kann zu sehr langen Flugabenteuern starten. Sehr zu empfehlen!
Bald geht es weiter mit unserer Actioncam und der Kamera. Was wir sonst noch so in unserem Bus haben, inkl. einer kleinen Roomtour im California gibt es hier: Camping Gear Kunstwut
Abenteuer unterwegs – Wenn ihr gerne im Handgepäck bei uns mitfahren möchtet, dann findet ihr uns auch auf Social Media—>Instagram, Neu auch bei Tik Tok und auf Youtube
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