Das erste Mal Korsika Planung und Fähre

Das erste Mal Korsika Planung und Fähre

Wir waren 2013  das erste Mal auf der traumhaften Insel und hatten den schlechtesten Start, den man haben kann..deshalb wollen wir euch unsere Erlebnisse und auch Tipps für die Fähre auf unserer ersten Korsika Reise nicht vorenthalten..lasst die Spiele beginnen..

Korsika – Planung und Fähre

Dieses Jahr war unsere Planung für den Sommerurlaub noch chaotischer als die Jahre zuvor. Da wir an die Schulferien gebunden sind, fällt unser Sommerurlaub immer in die Hauptsaison.

Dieses Jahr kam erschwerend hinzu, dass wir nur Anfang-Mitte August Urlaub bekamen und zu dieser Zeit ganz Deutschland, Frankreich und Italien Urlaub hatte und wir deshalb unsere Reiseziele oft wegen wahrscheinlicher Menschen Überfüllung wieder verworfen haben. Von Schweden, England und Sizilien war alles in der engeren Auswahl.

Warum Korsika?

Dass wir uns dann 2 Wochen vor unserem Urlaub für Korsika entschieden haben, hatte mehrere Gründe:


1. ist es DAS Mekka für Individualisten und Bus Liebhaber
2. liegen Meer und Berge sehr eng beieinander und
3. gibt es auch in der Hauptsaison ruhige Plätze (so sagt man zumindest)

Erster Tag auf Korsika

Wie kommt man auf die Insel?

Da wir meist mit unserem T3 California unterwegs sind, fiel die Wahl natürlich auf die Fährüberfahrt. Wir haben unsere Fähre 12 Tage vor unserem Urlaub gebucht. Für 3 Personen und einem VW-Bus haben wir 260 € für die Hin- und Rückfahrt mit Corsica Ferries bezahlt. Die Hinfahrt von Livorno nach Bastia und die Rückfahrt von Bastia nach Savona (bei Genua).

Generell wird angeraten, die Fähre sehr früh zu buchen damit man einen günstigeren Preis bekommt. Allerdings haben wir auf Korsika Leute kennengelernt, die im Januar gebucht haben und 550 € für 4 Personen + VW-Bus zahlen mußten. Früh buchen muss also nicht immer die bessere Variante sein…

Günstige Fährüberfahrten -Tipps

Unbedingt so oft wie möglich die Preise vergleichen und wenn möglich eine Überfahrt unter der Woche wählen.

Was auch sehr erlösend für den Geldbeutel sein kann, ist die Einstufung des Fahrzeugs in die PKW Klasse. Also auch kein kleines WoMo und kein Lieferwagen.  Man muß natürlich trotzdem die Abmessungen des Fahrzeuges im Auge haben. Diese sollten schon etwa innerhalb der ausgewählten Kategorie liegen, nicht dass der Karren auf das falsche Parkdeck geschickt wird und dann das Fahrzeug zum Cabriolet wird. 🙂

Werden die Abmessungen kontrolliert fragt man sich nun. Bei uns hat es kein S** interessiert. Auch die Personen wurden nicht geprüft. Der Kontrolleur hat sich das Fährticket zeigen lassen, den Barcode gescannt und den kleinen Barcodeaufkleber der aus seinem Minidrucker kam auf die Windschutzscheibe geklebt. Das war es!


Ich habe jedoch auch von Eincheck-Vorgängen gehört, bei denen gründlich kontrolliert wurde und sogar der Fahrradträger auf der Anhängerkupplung demontiert werden musste, bzw. ein Aufpreis entrichtet werden musste (Nachtrag: 2017 mussten wir nachzahlen…also immer durchwinken ist nicht 😉

In der Hauptsaison ist für solche Spielchen wahrscheinlich keine Zeit und man wird so durchgewunken. Verlassen würde ich mich aber nicht darauf.

 ==Fakten zur Fähre nach Korsika==

Überfahrt mit der Fähre: Es gibt 3 verschiedene Reedereien, die Fährüberfahrten nach Korsika anbieten. Diese wären die staatliche französische SNCM + Corsica Ferries vom französischen Festland nach Korsika und Corsica Ferries + Moby Lines von Italien aus.


In der Saison sollten die Tickets vorab gebucht werden, nicht nur um Warteschlangen zu vermeiden, sondern auch weil es häufig vorkommt das die Fähren in der Hauptsaison lange ausgebucht sind. In der Nebensaison kann man das Ticket auch direkt am Hafen kaufen.

Die Reedereien bieten auch Spartarife an, also unbedingt vergleichen, wenn möglich die Hin- und Rückfahrt auch an verschiedenen Häfen in Betracht ziehen.


Aktualisierung zu Fähren und wie wir buchen 2020

Vor 7 Jahren schrieb ich diesen Bericht und jetzt 2o2o waren wir schon ein paar Mal mehr auf Korsika und auch sonst sehr viel in Europa unterwegs und haben seitdem 26 Fährüberfahrten zusammen bekommen. Deshalb denke ich, es ist an der Zeit für eine kleine Aktualisierung ;)Das meiste oben genannte ist noch immer gültig.

Die wichtigsten und am häufigsten genutzten Fähren nach Korsika sind noch immer Corsica Ferries und Moby Lines.

Die Fährverbindungen von den beiden Reedereien erfolgen von diesen Ländern aus und kommen an diesen korsischen Häfen an:

Corsica Ferries

  • Von Livorno (Italien) nach Bastia und Ile Rousse
  • Von Savona (Italien) nach Bastia
  • Von Nizza (Frankreich) nach Bastia, Calvi, Ajaccio und Ile Rousse
  • Von Toulon (Frankreich) nach Bastia, Ajaccio und Ile Rousse

Moby Lines

  • Von Genua und von Livorno (Italien) nach Bastia

Nachts oder am Tag fahren

Wir sind schon ein paar Mal mit beiden Reedereien gefahren. Tagsüber, aber auch Nachts, von Italien und auch von Frankreich nach Korsika.

Ehrlich gesagt, hängt es auch einfach von den eigenen Vorlieben und dem Geldbeutel ab. Mit Kabine ist es immer teurer und Nachts kann es ohne Kabine im Treppenhaus recht ungemütlich werden. Halb sitzend in einem Pullman Seat zu schlafen ist auch nicht jedermans Sache 😉 Wenn ihr Kinder dabei habt, kann das ganze ohne Kabine ziemlich unentspannt werden.

Wir persönlich finden immer noch die Überfahrt am Tag sehr gut. Man fährt am frühen Nachmittag los und ist während des Sonnenuntergangs am Meer und kommt Abends auf Korsika an. Die Rückfahrt legen wir immer sehr früh, damit wir Mittags am Festland ankommen.

Auch jetzt buchen wir unsere Fähren oft noch sehr spontan und haben über die Jahre unsere bezahlten Preise mit denen von Freunden, die sehr früh gebucht haben, verglichen. Noch immer konnten wir keinen Unterschied zu unseren kurzfristigeren Buchungen feststellen.

Fähre Preisvergleich

Was wir aber immer machen, egal wohin wir mit der Fähre fahren, ist der Preisvergleich der verschiedenen Fähranbieter.

Es gibt verschiedene Anbieter, aber wir selbst vergleichen und buchen seit 7 Jahren fast ausschließlich mit Direct Ferries* da wir es damit am einfachsten finden. Man gibt einmal seine Daten ein (Personenanzahl, Fahrzeug, Reiseizeit) und muss sie bei der nächsten Suche nicht neu eingeben.

Die Anzeige der Fähren und Preise zu dem gewünschten Zeitraum war bei uns bisher immer zuverlässig und egal ob wir von Italien nach Korsika oder von Schweden nach Finnland wollten, die Buchung hat bei uns jedes Mal problemlos geklappt und fanden wir wesentlich einfacher als direkt auf den einzelnen Fährseiten die Daten herauszusuchen.


Mit dem Flugzeug: Es gibt auf Korsika 4 Flughäfen, in Ajaccio, Bastia, Calvi und Figari. Korsika wird soweit ich das gesehen habe, von ziemlich jedem größeren Flughafen von Deutschland aus, angeflogen.

Was braucht ihr auf Korsika im Gepäck

Neben dem Gepäck, das man generell mitnimmt, hatten wir neben einer von Korsika, noch eine Handvoll Reiseführer und ein Französisch Wörterbuch* (für Leute die kein französisch können, ist der Marco Polo Französisch Sprachführer das Must have auf Korsika ) dabei.

Sonnenmilch, ein Hut (Panamahüte waren in diesem Sommer sehr, sehr in..selbstverständlich unisex, also für Männer und ebenso für Frauen geeignet), Mückenabwehr..es gibt in manchen Gegenden auf Korsika schon recht viele, allerdings war Italien noch immer unsere Hauptmückengegend (der Kampf war gigantisch und wir glühen wahrscheinlich seitdem im dunkeln ;))

Wichtig sind auch Badeschuhe (also diese Stoffschuhe fürs Wasser) wenn man die Insel bereist gibt es auch viele Kiesstrände und da sind Badeschuhe sehr angenehm, gleichzeitig bieten sie auch Schutz gegen Seeigel und am Sandstrand gegen Petermännchen (franz. vive), ein Fisch, der sich gerne in Sand oder Schlamm eingräbt und ein darauf treten ist sehr schmerzhaft..


Wer ein Boot hat (auch Schlauchboot, SUP oder Kajak) sollte es mitnehmen, da es sehr viele Grotten gibt und traumhafte Strände, die teilweise nur übers Meer zu erreichen sind.

Das Abenteuer beginnt und das Schicksal nimmt seinen Lauf… 

Unser Urlaub wäre fast schon vorbei gewesen, bevor er überhaupt begonnen hat. Jedes Jahr möchten wir Nachts losfahren um nur einmal ungestört fahren zu können und jedes Jahr schaffen wir es nur ca 100 km von unserem zuhause entfernt bis wir so müde sind, das wir kurz mal schlafen müssen…so auch dieses Jahr! Schwupps an einer großen Raststätte gehalten, alle Türen abgesperrt und uns schlafen gelegt.

Einbruch im VW T3 bei Nacht

Da unser  13-jähriger Sohn schon während der Fahrt auf dem Rücksitz eingeschlafen ist, haben wir uns erstmals nach oben geschleppt. Nach 3 Stunden Schlaf wollten wir weiterfahren und was haben wir bemerkt…Tür aufgebrochen und das komplette Bargeld geklaut. 2 Taschenlampen und das heilige Swisstool waren auch weg! Das ganze war so geschickt gemacht und durchdacht, das ich immernoch eine Gänsehaut bekomme wenn ich daran denke! Die von uns gerufene Autobahnpolizeistreife hat dann auch bestätigt, das es vermehrt dieses „Problem“ gibt und es immer nach dem selben Schema abläuft. Zum Aufbruch möchte ich später noch einen separaten Blogpost online stellen.

Bankautomaten auf Korsika

– Ich schreibe das mit dem Raub auch deswegen, weil wir eine große Menge Bargeld dabeihatten und das nur aus dem Grund, da in sehr vielen Reiseführern steht, dass auf Korsika wenig Bankautomaten zu finden sein sollen und dass häufig keine Bezahlung mit VISA- oder EC-Karten vorgenommen werden kann. Sie schreiben man sollte ausreichend Bargeld mitnehmen!

Genau das haben wir dann auch brav gemacht und durften dann, als wir dann auf Korsika ankamen feststellen, das wirklich ausreichend Bankautomaten zum Geld abheben vorhanden sind!

Es ist  unserer Meinung nicht nötig besonders viel Bargeld dabeizuhaben, nur für alle, damit ihr nicht dasselbe Problem wie wir bekommt!


Aber nun zurück zur Anreise, wir sind über die Schweiz zum Fährhafen nach Livorno in Italien gefahren, von dort startete unsere Fähre um 19 Uhr. Um ca 0:00 Uhr sollen wir auf Korsika ankommen…

Zwischenstopp in bella Italia: 

Wir haben auf der Anfahrt eine Nacht in Italien verbracht. Ich habe in der Karte gesehen dass es in der Region um Pisa einen Haufen Campingplätze gibt und so haben wir diese als erstes Ziel angesteuert.

Nachdem wir gefühlte 3 Stunden im Stau an der Strandpromenade verbracht haben, konnten wir den ersten der Plätze besichtigen. Nullnummer für uns. Dann wieder durch das Getümmel an der Promenade zu Platz zwei. Selbes Spiel, der Platz ist bumsvoll und „saulaut“.

Also wieder durch die Menge zum nächsten Platz, wieder ne halbe Stunde Stau. Platz Nummer 3 hatte dann tatsächlich Kapazitäten nach Auskunft der Rezeption.

Eine Nacht bei Livorno

Also haben wir uns auf das mit Fahrer bereitstehende Golfmobil geschwungen und sind zur freien Parzelle irgendwo im nichts am Zaun, umzingelt von Dauercampenden italienischen Großfamilien mit ihren riesigen Wohnburgen und dem obligatorisch laufenden Fernseher auf der Veranda gedüst.

Was soll ich sagen, es war halt ein typisch italienischer Campingplatz wie ich ihn kenne und schätze. Aber egal, hauptsache der Karren steht und wir können duschen. Ich muß dazu sagen, dass diese Übernachtung die teuerste des ganzen Urlaubs gewesen ist.

Nichtmal auf Korsika waren die Preise annähernd so hoch wie in Italien. Dafür gab es dann aber auch kein warmes Wasser, unfassbar viele Stechmücken, Fernsehlärm aus allen Richtungen und einen trüben Sandstrand mit Sonnenliegen. Wow, ich liebe Italien Urlaub!

Am nächsten Tag, nachdem wir eine schwülheiße Nacht überlebt hatten, ging es weiter Richtung Livorno.

Abfahrt Fähre von Livorno

Dort angekommen haben wir uns nach einem kurzen Abstecher in den Yachthafen auch gleich zum Fähranleger durchgekämpft. Abfahrt 19.00 Uhr, das bedeutet dass wir noch 4 Stunden Zeit haben die malerische Umgebung des Fährhafens zu erkunden…

Fährhafen Livorno
Warten am Fährhafen in Livorno
 Die Moby Vincent parkt neben uns rückwärts ein… Das ist aber nicht unsere Fähre.
  Unsere Fähre kurz vor dem ausladen (sagt man da auch „löschen“ bei Passagieren und Autos?). Ich finde erstaunlich, dass es keine RoRo Fähre ist und frage mich, wie das nur mit der Masse an Autos gehen soll dass alle vorwärts rein und auch vorwärts wieder raus fahren sollen. Die Lösung ist einfach. Das Ding ist innen so groß, dass jeder locker wenden kann. Die Verladung ist generalstabsmäßig geplant und man ist der beste Freund der Lademeister wenn man Ihnen einfach blind vertraut und gut fahren kann.
Fähre Corsica Ferries Parken
Eingeparkt unter Deck
Jetzt gibt’s gleich heimlich den bekannten „corsica ferries“ Aufkleber auf jedes Auto…

Die Überfahrt:

Hafen Livorno
Blick auf den Hafen von Livorno
Corsica Ferries
Corsica Ferries
 Unsere Fähre für die Rückfahrt, aber nach Savona..
 
 
fünf Stunden Überfahrt bis Bastia. Ankunft um Mitternacht…
 

Hello Corse

 
Auf der Insel angekommen erstmal wieder Streß pur. Alle springen wie verrückt in ihre Fahrzeuge, kurze Drehung und runter vom Kahn… -Das erste mal im Leben auf französischem Boden, nein, sorry! korsischem Boden und keinen blassen Schimmer wohin…
Der Verkehr drängt von der Fähre und wir schwimmen einfach erstmal mit. Zunächst verschwinden wir mit dem Verkehrsgetümmel im Straßentunnel unter der Hauptstadt Bastia um an dessen anderen Ende wieder an die Oberfläche zu kommen. Was auch sonst.. Aber, die Autos sind plötzlich schlagartig weg, man merkt nun erstmals, dass es mitten in der Nacht ist.
 
Der Puls normalisiert sich nun auch wieder. Doch die große Frage „WOHIN“ bleibt. Wir müssen nun irgend einen Platz finden um zu pennen, für einen Campingplatz ist es zu spät.  Das Navi zeigt eine Landzunge welche ich spontan als Ziel für die Nacht bestimme. Dort angekommen, Licht aus, Augen zu, aber nur bis 6.00 Uhr, man will ja nicht am ersten Tag gleich als Wildcamper negativ auffallen.
 
Bonjour Corse
 
 
Biguglia Etang Korsika
Erster Morgen auf Korsika
Hammer!
 

Hier geht es weiter zum nächsten Teil: Korsika der erste Tag

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Jasmin

Hello ihr Reisenden, Individualisten, Bullifahrer, Camper...ich bin Jasmin und liebe das Leben und die Freiheit. ...am liebsten mit Michi in unserem VW T3 ;) Auf unserem Blog erzählen wir euch von unseren Erlebnissen unterwegs, geben Reisetipps und der VW T3 kommt natürlich auch nicht zu kurz.

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