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Tipps rund um Einbruch- und Diebstahlschutz im Campervan

Ich möchte mit diesem Beitrag mal etwas aus dem Nähkästchen zum Thema Diebstahl und Sicherheit plaudern. Es gibt hier nichts zu lesen was nicht schon tausendfach geschrieben wurde und auch gibt es hier alles was in diversen Foren oder Facebook Gruppen schon hunderte Male zerredet und kleingemacht wurde. Gerade bei diesem Themenfeld fällt auf, dass sich viele Leute im Netz sammeln um ihren Käse, den sie irgendwo aufgeschnappt haben, gebetsmühlenartig wiederzukäuen.

Was soll nun dieser Prolog? Ich möchte damit meinen Standpunkt zum Ausdruck bringen, dass jeder Mechanismus, jedes Gadget und jede Strategie ihren Sinn hat (vielleicht nicht jede 😉 Weiter unten im Beitrag seht ihr welche wir meinen). Egal was ihr tut um euer Fahrzeug vor Diebstahl, Einbruch oder Überfall zu schützen, es ist immer besser als nichts zu tun! Auch wenn im Netz Hinz und Kunz schreibt, dass jeder Dieb eh „Dies und Das“ dabei hätte und dass das alles sowieso nichts bringen würde, glaubt nicht daran. Ich halte dies für, sorry, „Geseier“ von Leuten die dazu tendieren immer wieder stumpf Parolen wiederzugeben ohne Ahnung davon zu haben oder einfach mal nur eine Sekunde selbst drüber nachzudenken.

Warum ist ein Diebstahlschutz niemals sinnlos?!

Strategien und Mechanismen können versagen, es kommt halt immer darauf an mit welchem „Endgegner“ man gerade zu tun hat, und das ist dann einfach schlichtweg Glück oder Pech. Die neue S-Klasse von Mercedes wird genauso häufig gestohlen, wie ein begehrtes Fahrzeugmodell aus den 90ern obwohl die Sicherheitsmechanismen in diesen beiden Fahrzeuggenerationen wohl einen Quantensprung hingelegt haben. Heißt im Umkehrschluss, dass der spezialisierte Fahrzeugdieb entsprechend ausgerüstet ist, um genau das gewünschte Fahrzeug zu entwenden.

Klar, bei modernen Fahrzeugen hat er seinen Laptop und irgendwelche Transponder dabei, beim T3 zum Beispiel nur einen Schraubenzieher vom letzten Besuch einer Schießbude. Und hier sollte man unterscheiden: Hat man es mit einem Profi auf fahrzeugspezifischem Beutezug zu tun, oder einfach mit einem dahergelaufenen, der mal schnell irgendein KFZ braucht, um zum Beispiel den nächstgelegenen Geldautomaten zu sprengen oder Tante Hildes Schmuckschatulle zu befingern.  

Zugegeben, gegen einen Profi der seit Wochen euer Fahrzeug observiert, ist der Kampf um Hab und Gut eine deutlich größere Aufgabe. Im Urlaub jedoch, wenn ihr euer Vehikel auf irgendeinem dalmatinischen Parkplatz abstellt, um die nahegelegene Kirche zu bewundern, da habt ihr wahrscheinlich das Heft in der Hand ob der Wagen stehen bleibt oder fort ist, oder im günstigeren Fall nur dessen Inhalt. Wann ist ein Fahrzeugdiebstal nun am schlimmsten? Klar! Auf Reisen, wenn sich all euer Hab und Gut im Mobil befindet und ihr binnen Minuten obdachlos werdet.

Ich meine, dass jeder Mechanismus den Ihr anwendet, jede Erhöhung der Schwierigkeitsstufe, euch eher vor dem Fahrzeugverlust schützen kann. Denn was hat kein Dieb? Zeit! Und was will auch kein Dieb? Aufsehen erregen! Multipliziert ihr eure Mechanismen, kostet das immer mehr Zeit, diese Hürden zu überwinden. Die Zeit läuft gegen ihn, der Dieb hat irgendwann entweder keine Lust mehr, wird ertappt oder ihm geht schlichtweg das passende Werkzeug aus. Im besten Fall hat er schon beim ausspionieren die Hürden entdeckt und lässt gleich ganz von seinem Plan ab.

Meine Message: Leute tut was. Fast egal was, aber macht es. Nicht nur drüber nachdenken, sondern machen und das dann bitte auch konsequent.

Gadgets und Mechanismen für den Diebstahlschutz

Ich möchte eine kleine Aufzählung über Gadgets und Mechanismen geben, die euch in bestimmten Situationen schützen können. Welche Dinge wir verwenden und was wir verbaut haben erzählen wir hier nicht konkret und v.a. auch nicht vollumfänglich. Das Eine oder andere kommt auch bei uns zum Einsatz. Es ist auch kein großes Geheimnis, denn diese Dinge sollten eigentlich schon selbstverständlich sein.

Wie gehen Diebe vor

Einbruch

Fangen wir mal mit dem Übel „light“ an. Euch wird die Kiste aufgebrochen und der Inhalt entwendet. Wäre es vielleicht schlau gewesen seine Kamera und das Tablet nicht von außen sichtbar im Fahrzeug liegen zu lassen?

Wäre es evtl. gut gewesen, seinen Rucksack oder die teure Sportausrüstung, trotz nur kurzer Etappe wieder ordentlich v.a. aber unauffällig zu verstauen?  Gelegenheit macht Diebe hieß früher mal eine Kampagne gegen Diebstahl. Das ist genau der Punkt. Ihr parkt an einer Uferpromenade an welcher hunderte von Menschen vorbeiflanieren. Der hundertste findet evtl. gefallen an eurem Fahrzeuginhalt und schon könnte es losgehen.

Wäre es evtl. gut gewesen sein Fahrzeug nicht in der hinterletzten Ecke zu parken? Nun, das kann man tatsächlich kontrovers diskutieren. Wichtig ist, dass man sich Gedanken über die Situation macht. Manchmal ist es besser etwas abseits der Menschen zu parken, manchmal eher günstig im Trubel zu stehen.

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Verschiedene Einbruchsmöglichkeiten

Die Frage ist nun, wie kommt „Räuber Hotzenplotz“ ins Auto? Es gibt den schnellen Räuber, der euch die Scheibe einwirft, die Türe von innen entriegelt und einfach alles grabscht was gerade so offen rum liegt. Und es gibt den Dieb, der zum Beispiel mit einem kleinen Schraubendreher sehr unauffällig von außen eure Türen entriegelt, als hätte er einen Schlüssel gehabt und sich dann zum „shoppen“ gemütlich ins Auto setzt.

Gegen den Dieb in der brutalen Version hilft eigentlich nur die klassische Alarmanlage die ordentlich Lärm macht und wild blinkt wenn die Türe unautorisiert geöffnet wurde. Anlagen mit Erschütterungssensor und Innenraumsensor erhöhen die Funktionssicherheit.

Sicherheit bei älteren Fahrzeugen z.B. VW Bus T3

Gegen das unauffällige „knacken“ der Türen gibt es verschiedene Mechanismen, die jedoch sehr stark von eurem Fahrzeugmodell abhängig sind. Die Nachrüstung einer Alarmanlage ist natürlich auch hier empfohlen.  Beim T3 und auch bei diversen Lieferwägen gibt es Edelstahlbleche die man in der Türe zwischen Schloss und Türaußenhaut einklemmt, die ein Aufhebeln der Schließmechanik von außen recht effektiv verhindern. Solche Türsicherungsbleche für den T3 bekommt ihr z.B. bei TK-Carparts

Schließzylinder beim VW Bulli

Gealterte Schließzylinder sind auch ein häufiges Problem. Nicht nur dass die Zylinder von Haus aus schwach und leicht zu brechen sind, der Zahn der Zeit tut dann sein übriges. Gerade die Zylinder beim T3 haben die Eigenschaft, dass die Schließplättchen im inneren des Zylinders, welche die Kontur des Schlüssels „abfragen“, nicht mehr freigängig sind. Sie kleben dann in der Stellung „offen“ im Zylinder fest. Je nachdem wie viele davon nun schon untätig sind, lässt sich so ein Bulli nun mit jedem beliebigen T3 Schlüssel öffnen. Ich habe Busse gesehen, die konnte man mit einem 10ct Stück öffnen, indem man es einfach in die äußere Kerbe gesteckt und gedreht hat. Das ist natürlich völlig sinnlos. Also: Am Schließzylinder mal eine Wartung oder Pflege durchführen!

Fronttüren

Fronttüren sichern. Beim T3 gibt es eine Bastellösung wie man einen unauffälligen Riegel innen installieren kann, um die Türen gegen das öffnen zu sichern. Googelt einfach mal danach. Was auch sehr gut klappt, ist der beliebte Spanngurt. Dazu aber mehr unter der Rubrik „Überfall“.  Habt ihr die Fronttüren nun zusätzlich gesichert, könnt ihr entspannt über die Schiebetüre aussteigen. Hat sich der Gelegenheitsdieb nun an den Fronttüren verlustiert und dann festgestellt, dass er doch nicht hineinkommt, vergeht ihm evtl. die Zeit und Lust auch noch das Schloss der Schiebetüre aufzubrechen, schließlich könnte hier auch wieder eine Falle lauern. Viele bauen sich auch von außen sichtbare Schließriegel mit einem Vorhängeschloss ans Auto. Das ist dann zwar sicherer, schaut aber halt auch etwas befremdlich aus.

Sicherung von Wertsachen

Wo versteckt man jetzt sein Zeug? Das müsst ihr selbst herausfinden. Es gibt einige Stellen an denen man relativ gut geschützt seine Wertsachen verstauen kann. Beim T3 Multivan natürlich weniger als beim T3 Camper und hier auch weniger als in einem ausgewachsenen Wohnmobil. Hier ist eure Kreativität gefragt. Ob die Installation von Fahrzeugtresoren Sinn macht muss man auch für sich selbst entscheiden. Auch muss man für sich selbst einschätzen, ob die Fake Konservendose* mit der ganzen Knete brauchbar ist. Was ich ganz nett finde ist die Fake Geldbörse. Ein Geldbeutel mit ein wenig Kleingeld, ein paar kleinere Scheine eine abgelaufene, entwertete EC Karte oder eine nicht aktivierte Kreditkarte, ein paar lustige falsche Papiere und schon findet der Dieb genau das was er sucht und verschwindet wieder. Kann man machen.  

Tresor

Ein Tresor kann sehr sinnvoll sein, am besten mit der Bodenplatte verschrauben. Gerade wenn man als digitaler Nomade unterwegs ist und remote arbeitet oder auch im Van lebt, hat man einiges an Equipment dabei. Ein Geheimfach oder Tresor ist dann eigentlich unabdingbar. Wer seinen Van selbst ausbaut, hat es einfacher und kann einen Tresor gleich mit einplanen und entsprechend verschrauben. Geeignet sind hierfür z.B. Tresore

Von den HMF Tresoren haben wir schon viel gutes gehört. Es gibt sie in vielen unterschiedlichen Modellen, Preisklassen und Größen. Hier könnt ihr auch einen Tresor in der passenden Größe für euren Laptop verbauen..

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Überfall

In den vielen Jahren die wir unterwegs sind, sind wir bisher noch nie so klassisch bestohlen worden. Wir wurden jedoch einmal ausgeraubt ohne dass wir es gemerkt haben, als wir im Auto geschlafen haben. Vielleicht erzählen wir das irgendwann mal später. Die Frage ist: Was hätte man anders machen können? Sehr viel. Wenn ihr irgendwo pennt, macht das Auto blickdicht. Es ist ungünstig, wenn der Einbrecher sich vorher ewig Gedanken machen kann, weil er genau weiß wo Ihr euch im Fahrzeug aufhaltet, was ihr gerade tut und wo die ganzen Sachen liegen. Auch hier wieder, keine Wertsachen rumliegen lassen! Macht euch Gedanken über die Wahl eures Parkplatzes. Vielleicht ist es auf der Autobahnraststätte doch besser im Trubel unter einer Laterne zu schlafen als im hintersten dunklen Eck?  Und: Sichert euer Fahrzeug gegen Öffnung von außen!

Sicherung Türen

Wir empfehlen hier einen Spanngurt den man von der linken zur rechten Türe spannt. So lässt sich die Türe zwar aufsperren, aber eben nicht mehr öffnen. Wir nutzen in Situationen in denen wir uns unsicher fühlen einen Automatik Ratschengurt*. Das ist schnell und bequem und ganz einfach zu bedienen. Dazu ist er eine gute Wäscheleine und einen Spanngurt kann man sowieso immer gebrauchen 😉

Ratschengurt Spanngurt EInbruch VW T3
Ratschengurt mit Haken, zwischen den vorderen Türen

Für die Schiebetüre geht das genauso. Einfach einen kurzen Spanngurt über den Gurtaufroller gelegt und einmal um den inneren Türöffner herum und schon geht die Türe nicht mehr auf. Kostet nur ein paar Euro. Habt ihr keine Möglichkeit einen Gurt einfach so zu befestigen, könnt ihr euch auch einfach zwei kleine Krampen in das Blech schrauben. Fertig.

Ihr solltet vor der ersten Nutzung das öffnen üben, damit ihr den Gurt selbst schnell auf bekommt.

Häufig wird gegen die Spanngurtlösung, dass Argument gebracht, dass bei einem Brand, Unwetter, Flut oder andere Katastrophen, bei denen man schnell seinen Van verlassen muss, es zu lange dauert, bis man seine Tür öffnen kann. In den vielen Jahren, hatten wir Nachts nur einmal die Notwendigkeit, schnell aus unserem Bus zu kommen und das lag am vorherigen Essen gehen 😉

VW T3 Bulli Diebstahl Sicherung EInbruchschutz
Gurt an der Seitentür

Alarmsystem für Fenster und Türen

Immer beliebter werden auch die Alarmsysteme für Fenster und/oder Türen. Ob an der Heckklappe oder am Fenster bzw. Schiebetür angebracht, weckt dich dieses recht einfache System durch laute Signaltöne und wirkt abschreckend.

Dieses* hier funktioniert mit 2x AAA Batterien und gibt laute Töne von sich, wenn die Tür/Klappe geöffnet wird.

Fahrzeugdiebstahl

Kommen wir zur Königsdisziplin. Dem Schutz des Fahrzeugs gegen Diebstahl. Auch hier kann man taktische Maßnahmen ergreifen. Ein bewachter Parkplatz ist besser als ein unbewachter Parkplatz. Ein unbewachter Parkplatz mit Schranke oder Tor ist besser als ein freier, unbeschrankter Parkplatz irgendwo.

Auch wie ihr parkt kann ausschlaggebend sein. Parkt ihr irgendwo ganz hinten alleine in der dunklen Ecke ist es gefährlicher als im Trubel vorne. Denn schließlich steht auch hier wieder die Hürde, dass der Dieb erstmal unbemerkt ins Auto gelangen muss. Manche sagen nun, dass man den Wagen doch auch einfach aufladen kann auf einen Transporter. Ja, das stimmt, das Aufladen und Abschleppen geht jedoch deutlich leichter und schneller, wenn der Abschlepper gut an das Auto heranfahren kann. Steht euer Wagen eingepfercht zwischen anderen, wird’s schon sportlicher für den unautorisierten Pannenhelfer.

Man sagt, dass die Diebe meist selbst wegfahren mit dem aufgebrochenen Wagen. Dies gilt es zu verhindern. Auch hier wieder zunächst Maßnahmen zum Einbruchschutz in das Fahrzeug ergreifen. Alarmanlage, Sicherungsbleche, Spanngurte, gewartete Schlösser usw.

Ist der Autodieb nun im Wagen, sollte man ihm das Wegfahren vermiesen: Hier helfen kleine elektronische Hürden z.b. versteckte Schalter um zum Motorstart nötige Bauteile zu sperren, Trennschalter um das Fahrzeug stromlos zu machen und anderes.

Klassische Wegfahrsperren sollten nicht deaktiviert werden, sondern z.b. auch beim TDI Umbau mit übernommen werden. Hier kann man kreativ sein, Anleitungen dazu gibt’s im Netz. Wie auch nachrüstbare Wegfahrsperren. Man darf es dem Dieb nicht zu einfach machen, ein Zündschloss bzw. so ein Zündanlassschalter ist schnell mal kurzgeschlossen.

Fahrzeugmechanik sperren

Lenkrad

Sperrung der Fahrzeugmechanik:  Auf das serienmäßige Lenkradschloss würde ich mich aufgrund der windigen Bauweise nicht verlassen. Hier kann man mit den erhältlichen Lenkradkrallen weitere Sicherheit verbauen. Bei anderen Fahrzeugen halten dieser Schlösser schon mehr, aber sie sind halt auch relativ einfach zu knacken.  Zusätzlich besteht die Möglichkeit die Gangschaltung zu sperren. Ein Bearlock oder Sperrwolf (für Oldtimer) kann bei vielen Fahrzeugen nachgerüstet werden.

Das DEFA Disklok Lenkradschloss* ist recht empfehlenswert und wir haben schon viel positives gehört. Leider etwas sperrig für den Transport, dafür ganz einfach zum Anbringen.

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Radkrallen

Auch Radkrallen sind nicht ausschließlich Parksündern oder den Behörden vorbehalten. Auch ihr könnt sie einfach kaufen. Vielleicht keine schlechte Idee, wenn ihr euren Wagen länger irgendwo am Straßenrand abstellen wollt.  Neuerdings sehr in Mode sind Pedalfesseln. Sie verbinden das Kupplungs- und Bremspedal miteinander. Das Fahrzeug ist dadurch nicht mehr wirklich gut fahrbar, ein paar Meter gehen dennoch. Mit einem hochwertigen Schloss versehen, würde das einiges an Zeit kosten die Fessel zu entfernen. Die hat der Dieb jedoch meist nicht. Kombiniert mit einer Gangschaltungssperre ist das sehr gut!

Günstig ist auch die Fessel von außen sichtbar anzubringen und zu kennzeichnen, so lässt der Dieb beim Anblick evtl. schon von seinem Vorhaben ab. Wichtig bei den mechanischen Sperren ist jedoch immer, ihr müsst sie konsequent anwenden. Wenn die Fessel oder Radkralle unbenutzt unter der Fußmatte liegt hat sie leider gar keinen Zweck.

GPS-Tracker

GPS Tracker. Viele Versicherungen bestehen mittlerweile auf die Verwendung eines GSP Trackers. Leider ist der Tracker im Netz das wohl am meisten kleingeredete Hilfsmittel seinen Wagen wieder zu finden. Es wird tausendfach skandiert, dass ja jeder Dieb einen GSP- oder Mobilfunk Jammer dabei hätte und dass es dadurch ein sinnloses Gadget wäre. Sicherlich gibt es diese Störsendergeräte, aber der Gelegenheitsdieb in Berlin, Rom oder in Griechenland am Strandparkplatz, der im Vorbeigehen einen ungeschützten T3 mit der linken Hand öffnen und kurzschließen könnte benutzt so etwas nicht.

Und hier hab ihr die große Chance den Wagen wieder zu bekommen. Ein eingestellter Geo-Zaun oder ein eine Benachrichtigung, wenn der Wagen ohne euch an Bord seinen Parkplatz verlässt verschafft auch einen großen zeitlichen Vorteil. Wichtig ist für euch halt immer, dass das Gerät auch im ausländischen Mobilfunknetz funktioniert und euch die Behörden ggf. bei der Wiederbeschaffung unterstützen. Hier ein Beispiel für einen gut funktionierenden GPS-Tracker*

Grundsätzliches zur Vorbeugung

In vielen Gruppen und Foren wird oftmals sehr offenherzig über die verbauten Sicherungen im jeweiligen Fahrzeug berichtet. Da wird 40.000 Menschen ganz unbefangen mitgeteilt, dass sich die Reisepapiere und Bargeld unter dem Klo, in der Konservendose oder in sonstigen sehr „originellen“ Aufbewahrungen befinden. Auch wird sehr detailliert von den eigenen verbauten Diebstahlsicherungen und der genaue Standort, wo man sich genau in diesem Moment befindet, geteilt. Freizügig wird jede Sekunde in Social Media gepostet…oft mit Geotag und den weiteren Reiseverlauf. Wir können verstehen und bestimmt geht es uns ab und an auch ähnlich, aber überlegt einfach genau, was ihr mit „Fremden“ teilt und wie öffentlich wirklich richtig und gut für euch ist.

Hunde

Ein, zwei, drei Hunde an Board können ein sehr guter Schutz vor Einbruch sein…zumindest wenn alle gerade im oder am Fahrzeug sind 🙂 Aber das wissen die Hundebesitzer ja selbst am besten!

Wo ist freistehen am sichersten

Häufig wird geraten nicht auf Rasthöfe bzw. Raststätten zu übernachten. Es macht Sinn, wenn ihr es vermeiden könnt, denn natürlich findet man hier eine Vielzahl von Wohnmobilen und Reisenden und Diebe haben es leicht, schnell mal in einer kurzen Zeit, sehr viele Womos bzw. Campervans aufzubrechen. Ein Diebstahl des kompletten Vans kommt auf Raststätten wohl eher nicht vor.

Auch die Freistehplätze in beliebten Apps, sollte man wohlbedacht anfahren. Wenn ein Platz schon viele Bewertungen hat und jeden Tag von Campern und Tagestouristen besucht wird, sind Diebe vielleicht auch schon darauf aufmerksam geworden.

NIEMAND muss freistehen, also hört auf euer Bauchgefühl. Wenn ihr euch unsicher seid, dann sucht doch lieber einen Stell- oder Campingplatz auf. Es gibt auch viele alternative Stellplatzmöglichkeiten in Europa: Landvergnügen und Alternativen

VW T3 Albanien Bulli Campervam Vanlife

Es ist wieder mal ein sehr langer Beitrag geworden und mit Sicherheit ist noch immer nicht alles gesagt worden 😉 Wenn ihr noch fit seid, dann könnt ihr euch gleich noch mit dem Thema „Toilette in kleinen Campervans“ beschäftigen 😉

Egal was ihr macht oder im Wagen verbaut, es ist alles besser, als nichts zu tun. Also schnell los!

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